Dienstag, 17. März 2015
Eine Ziege für Francke!
annette riemer, 17:45h
So genau weiß eigentlich niemand mehr, wer sich die Francke-Geste einfallen lassen hat. Wahrscheinlich der Bildhauer Christan Daniel Rauch, der den pietistischen Begründer der nach ihm benannten Stiftungen 1828 mit dieser Geste (gespreizter Daumen und Zeigefinger) verewigte.
Nun bewerben sich die Stiftungen um den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes, was eine nette Sache ist, immerhin hat Sachsen-Anhalt schon jetzt die höchste Dichte an derartigen Stätten vorzuweisen. Nur eben ist Halle in diesem Reigen noch nicht dabei. Und das ließe sich doch touristisch ... Naja.
Und so werden nun alle möglichen Menschen aufgefordert, sich doch mit dieser Francke-Geste abbilden zu lassen und so die Bewerbung zu unterstützen.
Wer das auf der Leipziger Buchmesse tat, bekam dafür einen Kaffee-Gutschein. Als Belohnung. Oder war das umgedreht erst der Anreiz, bei der Foto-Aktion überhaupt mitzumachen? In Halle vier war die Luft sehr trocken ...
Das Ganze erinnert ein wenig nach diesem streitbaren Konzeptkünstler, der irgendwo in einem afrikanischen Dorf jedem Bewohner eine Ziege schenkte, sofern dieser nur den Familiennamen des Künstlers annähme. Die Rechnung ging hier wie da auf: In dem Dorf sind zumindest dem Namen nach alle Einwohner miteinander verwandt. Und Halle hat auf der Messe 300 Becher Kaffee gegen 300 Unterstützer-Fotos eingetauscht.
Tja, was einmal klappt ...
Nun bewerben sich die Stiftungen um den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes, was eine nette Sache ist, immerhin hat Sachsen-Anhalt schon jetzt die höchste Dichte an derartigen Stätten vorzuweisen. Nur eben ist Halle in diesem Reigen noch nicht dabei. Und das ließe sich doch touristisch ... Naja.
Und so werden nun alle möglichen Menschen aufgefordert, sich doch mit dieser Francke-Geste abbilden zu lassen und so die Bewerbung zu unterstützen.
Wer das auf der Leipziger Buchmesse tat, bekam dafür einen Kaffee-Gutschein. Als Belohnung. Oder war das umgedreht erst der Anreiz, bei der Foto-Aktion überhaupt mitzumachen? In Halle vier war die Luft sehr trocken ...
Das Ganze erinnert ein wenig nach diesem streitbaren Konzeptkünstler, der irgendwo in einem afrikanischen Dorf jedem Bewohner eine Ziege schenkte, sofern dieser nur den Familiennamen des Künstlers annähme. Die Rechnung ging hier wie da auf: In dem Dorf sind zumindest dem Namen nach alle Einwohner miteinander verwandt. Und Halle hat auf der Messe 300 Becher Kaffee gegen 300 Unterstützer-Fotos eingetauscht.
Tja, was einmal klappt ...
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